Wortsucher

schreib es auf – drück dich aus

5. September 2014
von Sascha
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Willkommen bei Wortsucher.com

Wer hat nicht manchmal das Gefühl einer quälenden Sprachlosigkeit? Situationen in denen wir nach Worten suchen, Formulierungen zu finden versuchen.

Worte, Sätze, Gedanken Ausdruck verleihen bringt uns nach vorne. Auf dieser Seite wollen wir unser stärkstes Instrument einsetzen indem wir in Worte fassen was uns bewegt. Sei es in Gedichten oder Prosa, sei es über Liebe, Gesellschaft oder Politik, sei es humorvoll oder ernst: Wir schreiben es auf und drücken uns aus. Ihr seid aufgerufen mitzumachen. Auch unser Youtube Kanal bietet euch die Möglichkeit eure gefundenen Worte zu präsentieren (Poesie Clips).

Alle Texte sind willkommen, solange sie nicht pornografisch, beleidigend oder rassistisch sind.

Unsere geplanten Kategorien sind: Lyrik, Prosa, Gesellschaft, Humor/Satire, Cartoons, Politik, Kunst, Musik, Poesie Clips, sowie weitere Themen auf die wir uns freuen.

Findet eure Worte und lasst sie hier zum Leben erwachen. Unter Kontakt könnt Ihr eure Texte einreichen. Wir freuen uns darauf.

Bitte besucht auch die Rubrik “Autoren” (rechts oben) für mehr Informationen über die Verfasser unserer Beiträge.

(Falls euch die Cartoons zu klein sind: zum Vergrößern bitte anklicken)

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19. August 2016
von Sascha
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Killing Game

Killing Game

Hintergrund: Haugrund (Jochen Schaudig) wurde im August 2016 auf Facebook gesperrt. Es sind inhaltliche Gründe, die von einem bzw. mehreren Usern bei der Meldung von einzelnen Posts angegeben wurden. Diese(r) User nutzen Facebook, um alle Inhalte zu melden, die nicht ihrer politischen Meinung entsprechen oder einfach um des Meldens Willen. Wortsucher.com setzt sich für Meinungsfreiheit auch in Facebook ein und ist strikt gegen Zensur. Bei Haugrund handelt es sich nicht um “Hass-Postings”. Es steht die Satire im Vordergrund. Es muss möglich sein auf bissige und humoristische Art auf Missstände aufmerksam zu machen.

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25. April 2016
von Sascha
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Lila Regen

Es warst du, der 1984 zu „Purple Rain“ in unserem Club tanzte. Geschlossene Augen, Arme weit ausgebreitet, den Kopf nach oben gereckt.
Vorher sagtest du zu mir: „Den Song habe ich mir für dich gewünscht, nun tanze ich ihn für dich!“
Ich beobachtete dich. Deine Bewegungen passten zu den Klängen. Du warst zum Verlieben. Ich tat es,
irgendwie,
die ganze Nacht.
„Nur ein einziges mal wolltest du mich lachen sehen. Lachend im lila Regen“. Du hast es geschafft, später, auf der Straße, im Regen. Du nahmst meine Hand und gabst sie nicht mehr her. Du wurdest mein Prinz an diesem Abend. Der wahre Prinz, der kleinste Prinz unter den Kleinen, mein ganz eigener Prinz. Du wolltest nicht mein „Liebhaber für nur ein Wochenende“ sein. Du wolltest mehr. Ich gab es dir. Ich legte mein ganzes Wesen in deine Hand und schritt mit dir über die nassen Straßen, die lila schimmerten, wie in dem Song, den du für mich tanztest,
irgendwie,
die ganze Nacht.
Als wir uns verabschiedeten an diesem Abend, stehend im lila Regen, versprachst du mir die Liebe. Der Kuss schmeckte nach Himbeere,
irgendwie,
und lag mir auf den Lippen,
die ganze Nacht.
Wir wussten, dass wir uns wiedersehen werden. Bald, am nächsten Tag, so war der Plan.
Als du durch die Tür gingst umschmiegte ein Lächeln deinen Mund. Es blieb in meinem Kopf,
irgendwie,
die ganze Nacht.
Ich war glücklich und lachte, im lila Regen. Ich weiß nicht mehr wie ich nach Hause kam. Es muss tanzend gewesen sein. Im Ohr hatte ich den Song,
irgendwie,
die ganze Nacht.
Ich schloss die Augen, breitete meine Arme aus und reckte den Kopf nach oben. Es war Zeit für etwas Neues, auch für ihn. Ich wollte es so sehr. Er führte mich in den lila Regen,
irgendwie,
die ganze Nacht…

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Text: Sascha A. Wanke
Bild: Jochen Schaudig

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11. März 2016
von Sascha
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Grund

Bomben sind kein Grund
die Heimat zu verlassen?

Hunger ist kein Grund
nach Nahrung zu suchen?

Armut ist kein Grund
nach Wohlstand zu streben?

Folter ist kein Grund
vor dem Regime zu flüchten?

Verfolgung ist kein Grund
sich schützen zu wollen?

Neid ist der Grund
sich hässlich zu reden.

Ignoranz ist der Grund
Realitäten zu leugnen.

Dummheit ist der Grund
pöbelnd Angst zu verbreiten.

Hass ist der Grund
Feuer zu entfachen.

Unmenschlichkeit ist der Grund
die Alternative zu wählen.

 

Sascha A. Wanke

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22. November 2015
von Sascha
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Genderlike

Es ging beim Deutschen Sprachverein
Die fromme Gender-Bitte ein,
Man möge sich doch bald verpflichten,
Auf Genera schlicht zu verzichten.
Wer brauche denn ein Der, Die, Das?
So überflüssig wie nur was!
Zwar gäb’s in Frankreich “le” und “la”,
Doch stehe England einzig da,
Weil es ein bloßes “the” nur leide,
So andre Genera vermeide.

Der Sprachverein bat um Bedenken,
Man wolle dem Beachtung schenken,
Versprach, eh alle Deutschen toben,
Ein neues Wort bald auszuloben.

Da meldeten sich Linguisten
(Puristen, ebenso Laxisten).
Und jeder meinte kategorisch,
Sein Argument sei höchst historisch.
Es forderten gar Journalisten
Die Wahl des Wortes über Listen.

Am Ende gab es einen Sieger,
Den Populisten Gotthilf Krieger:
Ein “D” am Anfang, das war klar,
Der allgemeine Nenner war.
Je ein Laut der Alt-Artikel,
Fertig war das Neu-Partikel,
Das errang den stolzen Preis.
Deutschland hat jetzt nur noch “Deis”.

Deis Mann, deis Frau sowie deis Kind
In Gender-World nun gücklich sind.

Michael Verhoff

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15. November 2015
von Sascha
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Nomina Odiosa

Gewisse Herren oder Damen
Vermeinen, dass die eignen Namen,
Die seit Geburt sie mit sich tragen,
Zu sehr an ihrem Image nagen.

Ein Künstler, der da heißt Hans Dampf,
Glaubt, dass er nur ein Amateur
Und nennt, als löse sich ein Krampf,
Sich kurzerhand nun Jean Vapeur.

Ein Klassiker wie Jean Racine
Hätt’ sich verbeten diesen Spleen.
Man stelle vor sich das Entsetzen,
Läg alles Heil im Übersetzen.
Er würde sich in Stücke reißen,
Tät man ihn deutsch Hans Wurzel heißen.

Michael Verhoff

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